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Übers Rauchen

Warum hilft Rauchen nicht gegen Stress?

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist es, Rauchen helfe gegen Stress. Wenn dem so wäre, würde das Rauchen auch Nichtrauchern gegen Stress helfen. Tatsache ist aber, dass Rauchen nur Raucher entspannt. Und das ist auch ganz normal: Es ist für Abhängige immer wohltuend, wenn sie nach einer längeren Entzugsphase ihren Suchtstoff zu sich nehmen, denn ansonsten fehlt ihnen ja auch etwas.

Die Entspannungswirkung von Drogen erscheint Abhängigen umso stärker, wenn äußere Stressfaktoren hinzukommen: Sie empfinden dann den Entzugsstress und den äußerem Stress kumuliert, also in der Summe. Der Konsum der Droge reduziert die Gesamtmenge an Stress scheinbar, und so ist es kein Wunder, dass Süchtige es für entspannend halten, wenn sie ihr Suchtmittel zu sich nehmen.

Irreführende und demotivierende Information aus dem Rauchfrei-Heft der Bundesregierung, die den Zusammenhang nicht erklärt: Wozu mit dem Rauchen aufhören, wenn es entspannt?
Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Leider behaupten aber auch viele Experten, dem Nikotin werde eine beruhigende Wirkung zugeschrieben. Sie wissen nicht, dass Nikotin je nach Situation drei Wirkungsweisen hat:

  • Auf Nichtraucherinnen und Nichtraucher wirkt Nikotin mit Schwindel, Kopfschmerzen und Übelkeit, weil ihre Rezeptoren nicht gegen das starke Nervengift geschützt sind und es auf dem Kanal der Wohlfühlinformationen nicht die gewohnten zarten Streicheleinheiten verteilt, sondern herumprügelt.
  • Auf Raucherinnen und Raucher wirkt Nikotin entspannend, wenn sie längere Zeit nicht geraucht haben, weil das Nikotin in die dämpfende Schutzvorrichtung der Rezeptoren eindringt und wie durch Ohrstöpsel leiser wird und die Wirkung von Wohlfühlinformationen simuliert.
  • Auf Raucherinnen und Raucher wirkt Nikotin Stress erzeugend, da in Phasen ohne Zigarette die Wohlfühlinformationen simulierende Wirkung der vorherigen Zigarette abflaut und den Rezeptoren aufgrund der Immunisierung die gewohnten Streicheleinheiten fehlen.

Nur gegen diesen Stress durch Entzug hilft Nikotin kurzfristig. Langfristig erzeugt es ihn. Nichtraucherinnen und Nichtraucher haben diesen Stress nicht, und wer mit dem Rauchen aufhört, hat ihn innerhalb kürzester Zeit auch nicht mehr, wie Tausende ehemalige Raucherinnen und Raucher zu berichten wissen. Darum muss uns nach dem Rauchstopp nichts fehlen.