News Alle reden über Krankheiten, wir sprechen über das Rauchen.

Informationen für Schulen

Rät die DGNP von Krankheitsveranstaltungen ab?

Nicht unbedingt. Informationen rund um die gesundheitlichen Folgen des Rauchens sind wichtig, damit Kinder und Jugendliche sie kennen lernen und wissen, worüber sie sprechen. DGNP-Trainer/innen machen die Erfahrung, dass Kinder und Jugendliche über diese Themen bereits gut informiert sind – zu Beginn unseres Präventionsseminars „Fiese Falle!“ benennen bereits Zehn- und Elfjährige Vokabeln wie „Kehlkopfkrebs“, „Benzol“, „verstopfte Blutgefäße“, „Kohlenmonoxid“ und „Schlaganfall“. Wir können also davon ausgehen, dass Kinder und Jugendliche die Risiken des Rauchens kennen.

Doch die extreme, abschreckende Darstellung der Risiken kann das Rauchen auch attraktiv machen, vergleichbar mit Gewaltdarstellungen im Fernsehen und im Internet. Darum möchten wir an Sie appellieren, zwischen reinen Informationsveranstaltungen und Inszenierungen zur Abschreckung zu differenzieren. Information ist wichtig, Abschreckung erweist sich immer mehr als kontraproduktiv. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Sabine Bätzing bezeichnet Präventionsbemühungen durch Raucherlungen als veraltet – nach solchen Unterrichtseinheiten seien die Raucher/innen aus ihrer Klasse erst einmal rauchen gegangen. Betrachten Sie die Abschreckungsdidaktik bitte als überholt.